Einfach mal Pause machen – drei Wochen durch Ostkanada – Teil 1

Einfach mal Pause vom Alltag machen, sich durch unbekannte Städte treiben lassen, imposante und unendlich weite Natur bestaunen, sympathische Menschen treffen, etwas Neues ausprobieren, Freunde besuchen, Sonne und Frischluft tanken, Zeit füreinander haben, das Leben bewusst genießen. Kommen Sie mit mir auf eine Reise nach Ostkanada. In diesem Beitrag berichte ich von meinen persönlichen Highlights, gebe kleine Reisetipps und zeige ein paar meiner Lieblingsfotos.

Stationen unserer Reise:  Montreal – Québec City – Montmorency Falls – Tadoussac – Alma – Trois Rivières – Lac Taureau – Ottawa – Algonquin Provicial Park – Blue Mountains – Niagara Falls – Toronto. Von dort ging es dann nach St. John’s Newfoundland – wir haben Freunde besucht und an deren wunderschöner Hochzeit  teilgehabt.

 

Die individuelle Mietwagen-Reise haben wir über Canusa Touristik gebucht und waren mit der Beratung, dem Service vorab und der gelungenen Durchführung sehr zufrieden. Klick: Canusa

Nach einem Bummel durch die schöne Altstadt und vorbei am Hafen im Herzen von Montréal Pause machen – Café Tommy – Wohlfühlambiente, freundlicher Service, leckeres und liebevoll angerichtetes Essen. Einfach die Zeit genießen.

Québec City – für uns ein Hauch von Schottland. Eine sehr schöne Altstadt lädt zum Bummel ein, ist leider auch von Reisegruppen überflutet. Das Highlight – unser Abendessen im Korrigane – einer Brasserie.

In der Nähe von Québec City befinden sich die Montmorency Falls. Ein Abstecher dahin und die Rundwanderung sind eine schöne Abwechslung auf unserem Weg nach Tadoussac.

Eine total schöne, aber auch kalte und sehr spannende Erfahrung ist die Speedboot Tour auf dem St. Lorenz Strom, um Wale zu beobachten. Wir haben trotz Nebel viele Seehunde und auch ein paar Wale gesehen. Besonders beeindruckend war, als ein Blauwal direkt neben unserem Boot aufgetaucht ist.

Ein absolutes Highlight auf unserer Reise –  Tadoussac. Der Ort liegt an der Mündung des Saguenay Fjords in den St. Lorenz Strom. Klein , idyllisch und doch so viel zu sehen und zu erleben.

Kulinarisch verwöhnt wird man im Restaurant La Bolée und auch in deren Bäckerei zum Frühstück. Sehr guter Service, gehobene Küche – richtige Gaumenfreuden.

Die Dünen von Tadoussac. Beim Spaziergang am langen Sandstrand seinen Gedanken freien Lauf lassen, die Ruhe und weite genießen, Frischluft tanken.

Entlang des Saguenay Fjordes nach Alma – landschaftlich sehr reizvoll. Ein Stopp in St.Rose du Nord lohnt sich.

In Alma haben wir dann die nächste Brasserie entdeckt – Lion Bleu. Das freundliche Personal, die Möglichkeit verschiedene Biere aus der eigenen Brauerei zu probieren und dazu schmackhaftes Essen runden einen Urlaubstag perfekt ab.

Vorbei am Lac St. Jean, durch endlose, einsame Waldgebiete zu unserem nächsten Stopp nahe Trois Rivières.

Lac Taureau – ein Ort, um Ruhe in der Natur zu tanken, den See und den Wald zu genießen und etwas Neues auszuprobieren. Wir haben es mit Kajak fahren versucht und hatten sehr viel Spaß.

Ottawa – die Hauptstadt Kanadas. Gemütlich, entspannt, offen und freundlich – eine gelungene Kombination zwischen Tradition und Moderne mit einigen interessanten Museen.

Ein Besuch im Cirque du Soleil bedeutet einen fantastischen Abend voller Magie und atemberaubender Akrobatik zu erleben. In Gatineau haben wir uns diesen Wunsch erfüllt.

Begleiten Sie uns demnächst weiter auf unserer Reise in Teil 2.

Das Ziel ganz oben klar im Blick – Teil 2

Zwei Männer stellen sich einer neuen Herausforderung

Die Geschichte zweier Lauffreunde, die sich ein neues Ziel gesetzt haben. Statt Marathon oder Halbmarathon im ebenen Gelände – Trailrunning in den Südtiroler Bergen. Ziel: Plose (2450m).

05. Juli 2019 – Der Countdown läuft !

Wie geht es dir einen Tag vorm Lauf?

Ralf: Ich bin total aufgeregt, lasse es mir aber nicht anmerken.

Rüdiger: Ich bin gespannt und möchte, dass es endlich losgeht. Mir gehen viele Fragen durch den Kopf – War die Vorbereitung ausreichend? Habe ich alles für den Lauf eingepackt? Wird alles mit der Verpflegung passen?

06. Juli 2019 – 7:00 Uhr – Der Brixen Dolomiten Marathon beginnt.

Wie hast du den Tag begonnen?

Ralf: Ich bin um 6 Uhr aufgestanden, gleich in die vorbereiteten Laufklamotten geschlüpft, Uhr gerichtet, Handy einpackt und los zum Start – eine Banane zum Frühstück.

Woran hast du beim Start gedacht? Wie hast du dich gefühlt?

Ralf: Da schalte ich schon ab – das einzige was ich gedacht habe „gehe so los, dass die Oberschenkel nie brennen“.

06. Juli 2019 –  Start 9:00 Uhr St. Martin in Thurn – Der Ladinia Trail beginnt.

Wie hast du den Tag begonnen?

Rüdiger: Ich bin um 6 Uhr aufgestanden und bin dann meine Rituale durchgegangen – ich habe im Hotel in Kiens gefrühstückt mit Bircher-Müsli und Semmel mit Nuss-Nougat-Creme. Dann ging es los nach St. Martin in Thurn. Dort nochmal kurzes Aufwärmen und eine Banane und ein HydroGel vorm Start.

Woran hast du beim Start gedacht? Wie hast du dich gefühlt?

Rüdiger: Langsam loslegen – nicht „überpacen“. Eigenes Tempo finden. Ich habe mich gut gefühlt.

Wie ist es dir unterwegs ergangen?

Ralf: Bis Kilometer 30 absolut klasse. Dann kamen die Krämpfe.

Was war dein Highlight?

Ralf: Der Zieleinlauf und die Überraschung der Huglfinger Fans an der Rossalm.

Hattest du auch einen Tiefpunkt?

Ralf: Oh ja. Von Kilometer 39 bis 42. Krämpfe, Krämpfe, Krämpfe – von der Kniekehle nach oben.

Wie hast du dich dann motiviert?

Ralf: Die Mitläufer haben mich motiviert, haben mir geholfen und mir Tipps gegeben.

Was hast du gedacht, als du über die Ziellinie gelaufen bist?

Ralf: Doch noch geschafft.

Wie ist es dir unterwegs ergangen?

Rüdiger: Die erste Verpflegungsstelle war später als erwartet, deshalb habe ich schon nach 7km auf mein erstes HydroGel zurückgegriffen. Die zweite war erst bei 16km. Daher habe ich bei 14km schon mein zweites Hydrogel verbraucht – das dritte dann bei 21km. Das war entscheidend für das Durchhalten. Ansonsten ging es bergauf langsamer voran als von mir geplant. Da war die Devise „besser zügig wandern als langsam joggen“. Bei den bergab- und Waldpassagen ging es für mich darum Stürze zu vermeiden. Daher eher etwas langsamer als erwartet.

Was war dein Highlight?

Rüdiger: Das traumhafte Panorama, die positiven Reaktionen auf mein Lauf-Outfit und überraschend die Huglfinger Fans kurz vorm Ziel.

Hattest du auch einen Tiefpunkt?

Rüdiger: Ja, ein Sturz nach ca. 17 km. Einfach über eine Wurzel gestolpert und hingefallen. Dann noch Wadenkrämpfe nach dem bergab Laufen.

Wie hast du dich unterwegs motiviert?

Rüdiger: Das war gar nicht nötig. Ich hatte mir fest vorgenommen ins Ziel zu kommen.

Was hast du gedacht, als du über die Ziellinie gelaufen bist?

Rüdiger: „Geschafft“ und sehr gefreut über den unerwarteten zweiten Platz in meiner Altersklasse.

Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt es geschafft. Tolle Leistung.

Ralf: Brixen Dolomiten Marathon, Zeit: 5:17:47 Std., Platz 4 (von 56) der Altersklasse M55

Rüdiger: Ladinia Trail, Zeit: 4:41:12 Std., Platz 2 (von 16) der Altersklasse M50

Mehr Informationen zu diesem Event finden Sie hier.

Was kommt als nächstes?

Ralf: Erst mal schöne flache gemütliche Läufe.

Rüdiger: Urlaub in Kanada und dann im Oktober Halbmarathon in London. Klick.

 

Was möchtest du den Lesern noch sagen?

Ralf: Es ist toll, wenn man sich ein Jahr lang ein Ziel vornimmt und dann auch erreicht.

Rüdiger: Respekt vor allen, die so einen Lauf durchhalten – quer durch alle Altersklassen.

Auch für mich als Zuschauerin war es ein Wahnsinnsereignis. Es ist wirklich beeindruckend, was Menschen „durchziehen“ und wie schön es dann ist die pure Freude im Ziel und bei der anschließenden Siegerehrung zu erleben.

Hoteltipp: Tauber´s Biovital Hotel, Kiens – ein Wohlfühlort zum Entspannen und Genießen. Klick.

Das Ziel ganz oben klar im Blick – Teil 1

Zwei Männer stellen sich einer neuen Herausforderung.

 

Die Geschichte zweier Lauffreunde, die sich ein neues Ziel gesetzt haben. Statt Marathon oder Halbmarathon im ebenen Gelände – Trailrunning in den Südtiroler Bergen. Ziel: Plose (2450m).

Der Brixen Dolomiten Marathon – Start in Brixen (560m).

Ralf, 55, Laufverrückter

Der LadiniaTrail – 28km / Start in St. Martin in Thurn (1127m)

Rüdiger, 51, Laufbegeisterter

Seit wann „läufst“ du Ralf?

Gelaufen bin ich schon ganz früh. Ich musste immer für meine Mutter Geld zur Bank bringen und da bin ich gerannt. Leichtathletik habe ich mit 6 Jahren begonnen und da fing es auch mit dem Laufen an. Sprint war noch nie mein Ding. In Ausdauer war ich schon immer gut.

Warum Laufen?

Es ist einfach. Man kann es überall machen. Es ist billig und man braucht kein zusätzliches Equipment. Ich möchte mich nicht auf Technik verlassen, sondern nur auf mich selbst.

Was waren bisher deine beeindruckendsten Lauferfahrungen?

Ich habe viel gehört vom „Runner`s high“- d.h. plötzlich merkt man keine Anspannung mehr, man läuft wie auf Wolken und könnte ewig laufen. Es strengt einfach nicht mehr an. Das hatte ich bisher zweimal. Es ist der Wahnsinn!

Wie kam es dazu, am Brixen Dolomiten Marathon teilzunehmen?

Das war eine völlig unüberlegte Spontanaktion. Ich war mit meiner Tochter in den Dolomiten wandern, habe das Plakat vom Dolomiten Marathon in Brixen gesehen und mich angemeldet. Eigentlich nur, weil meine Tochter in Brixen studiert. Erst viel später habe ich mir die Strecke angeschaut und realisiert, auf was ich mich einlasse.

Wie bereitest du dich auf dieses Ereignis vor?

Viele lange Trainingsläufe (länger als 20km) und immer im Gelände mit Steigungen. Höhenmeter trainieren ist wichtig.

Was ist dein Ziel für diesen Lauf?

Ohne Verletzung oben ankommen.

Seit wann „läufst“ du Rüdiger?

2012 habe ich im Rahmen von Lauf 10 mit dem Laufen begonnen. Ralf war der Trainer.

Warum Laufen?

„Damit ich Schokolade essen kann“;

Weil mich die Fotos mit meinem kleinen Sohn am Strand schockiert haben und ich wieder sportlicher sein wollte.

Durch Lauf 10 bin ich zum Laufen gekommen und es hat mir so gut gefallen, dass ich weitertrainiert habe und 2013 in Tegernsee meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin.

Was waren bisher deine beeindruckendsten Lauferfahrungen?

Der Start beim Halbmarathon in Lissabon 2015 auf der Brücke über den Tejo mit mehreren Tausend Läufern.

Wie kam es dazu, am LadiniaTrail teilzunehmen?

​​Ich wollte meinen Freund Ralf begleiten, der sich ein neues Ziel gesetzt hat. Ursprünglich war der LadiniaTrail als Halbmarathon (21km) gedacht. Es hat mich gereizt, diese Distanz mal bergauf/bergab zu laufen.

Wie bereitest du dich auf dieses Ereignis vor?

Mehrere Bergläufe hier im Voralpenland und mehrere längere (ca. 30km) Läufe. Da ich normalerweise Halbmarathon laufe, weiß ich durch die längeren Läufe, dass ich es schaffen kann. Regelmäßiges Training ist wichtig.

Was ist dein Ziel für diesen Lauf?

Ankommen und das Panorama genießen. Ich finde die Läufe in Südtirol immer schön, da mich Land und Leute begeistern.

Beide Läufe finden am 06. Juli 2019 statt. Ich bin dabei und berichte in Teil 2 wie es gelaufen ist.

Viel Erfolg und Spaß beim Laufen.

Detailierte Informationen zu den beiden Trails finden Sie hier.

zurück zur Startseite

Schritt für Schritt dem Wanderziel entgegen

Was gibt es Schöneres zum Entschleunigen als Wandern? Für mich ist eine Wanderung der beste Weg, um den Kopf zu lüften und frei zu bekommen.  Egal ob Gipfel, Hütte oder Rundweg – mit einem Wanderziel vor Augen kann ich auf dem Weg loslassen. Sich treiben und die Gedanken vorbeiziehen lassen. Mit jedem Schritt falle ich mehr und mehr in einen Flow. Natur und frische Luft  tun einfach gut. Darüber hinaus ist der sportliche Aspekt nicht zu verachten. Je nach Wanderung kann man sich auch da persönlichen Herausforderungen stellen.  Ist man mit offenen Augen und achtsam unterwegs, entdeckt man obendrein noch die kleinen Schönheiten und Wunder der Natur.

Also los geht’s! Suchen Sie sich Ihre persönliche Entschleunigungstour und machen Sie den Kopf frei für Neues.

Gute Wandertipps finden Sie beispielsweise bei bergfex.de oder outdooraktive.com.

zurück zur Startseite